Nebelwarnanlage an der A8
2018-02-23 11:48
von Dürr Group GmbH
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Die Autobahn

Die Autobahn A8 ist eine der wichtigsten Hauptverkehrsadern in Süddeutschland. Zwischen dem Lämmerbuckeltunnel und Ulm führt die Autobahn über die Schwäbische Alb, dem größten zusammenhängenden Karstgebiet in Deutschland. Diese ist von vielen Höhlen durchzogen. Die Sage von „der schönen Lau“, die sich um den Blautopf, einer Karstquelle, rankt, wurde von Eduard Mörike aufgeschrieben. Hans Christian Andersen machte aus der Nixe die kleine Mehrjungfrau. Bis zur Inbetriebnahme einer Nebelwarnanlage 1992 war die Autobahn A8 auf der Albhochfläche westlich von Ulm ein Unfallschwerpunkt. Hier treten häufig Nebelbänke mit besonders geringer Sichtweite auf. Die Errichtung der Anlage führte zu einer spürbaren Abnahme der Unfallzahlen.
Verkehrslage und Wetter können jede Minute neu auf einer Seite des Landes betrachtet werden: 
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Der Bauabschnitt West

Über mehrere Jahre wird die A8 auf der Albhochfläche sechs streifig ausgebaut. Im sogenannten Bauabschnitt West bleibt es zunächst bei zwei Fahrstreifen in jede Fahrtrichtung. Er erstreckt sich über den oberen Teil des Albaufstiegs vom Lämmerbuckel bis zur europäischen Wasserscheide in einer Höhe von 785 Meter über den Meeresspiegel, einer der höchstgelegenen Autobahnabschnitte in Deutschland. Auf dieser Seite der Wasserscheide gehört die Schwäbischen Alb zum Einzugsgebiet des Rheins, sein Wasser fließt in die Nordsee. Der Regen, der südöstlich davon fällt, fließt als Wasser in die Donau und weiter ins Schwarze Meer.

Der Blindbetrieb

Alle Kabelwege für die Anzeigequerschnitte M01 bis M04 sind fertiggestellt. Die Wechselverkehrszeichen werden jedoch noch nicht leuchten, sie werden im sogenannten Blindbetrieb zusammen mit den Kommunikationsverbindungen und der Verkehrsrechnerunterzentrale in der Autobahnmeisterei in Dornstadt getestet. Dabei sind alle Sensoren in Betrieb und melden die Verkehrslage, die Witterungsverhältnisse, sowie den Fahrbahn- und Anlagenzustand. Die Sensordaten versetzen den zentralen Rechner in die Lage, für den Autofahrer einige Kilometer nach vorne zu schauen. Stau- und Wetterwarnungen werden an die passende Anzeigequerschnitte gesendet. Die AQs bestätigen die Ausführung im Blindbetrieb, die Anzeigen auf der Straße bleiben aber dunkel. Erst nach Abschluss aller Tests wird der Betreiber die Querschnitte auf Normalbetriebsart umschalten.

Die Kommunikation

Zwischen den Anzeigequerschnitten liegen besonders im Westabschnitt Nebelmessstellen. Die Sensordaten werden mit dezentralen Kommunikationsschnittstellen über Glasfaserringbusse, somit also auf redundanten Wegen, von den Streckenstationen an den Schilderbrücken zusammengetragen und für die Weiterleitung über den sogenannten Inselbus aufbereitet. Die Verbindung zwischen Verkehrsunterzentrale und dem Inselbus wird von unserem „Kommunikationsrechner Inselbus“ KRI2b hergestellt. Der Computer ist mit redundantem Netzteil und doppelter Netzwerkschnittstellte ausgestattet. Die Streckenstationen sind in integrierter Bauweise ausgeführt, das heißt, dass alle Funktionsgruppen, Verkehrs- und Umweltdatenerfassung, sowie die Wechselverkehrszeichensteuerung, auf ein und derselben Hardware zusammengefasst sind. Der WVZ – Steuerung stehen die Daten der Helligkeitssensoren zur Verfügung und der Verkehrsrechner kann zwischen zentraler und lokaler Helligkeitssteuerung wählen. Um den Autofahrer auch bei schlechten Wetterverhältnissen nicht zu blenden, wurde eine besonders hohe Anzahl von Helligkeitsstufen gewählt.

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